Großmann Immobilien

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Der Hausverwalter

Der Hausverwalter - Rundbrief 01/2016

Sehr geehrte Geschäfts- und Verwaltungskunden,

der erste Monat im neuen Jahr ist schon wieder vorbei und wir stecken wieder tief in der Alltagsarbeit.

Unser Team hat zwei neue Mitarbeiterinnen, Frau Andrea Färber und Frau Saskia Reinhard. Beide sollen unser Team verstärken, was auch notwendig ist. Unser Verwaltungsbestand hat sich um 20 Objekte vergrößert. Dazu kommt, dass uns Frau Sperlich Ende April aus einen erfreulichen Anlass für 1 Jahr verlassen wird. Wir wünschen ihr schon heute alles Gute und freuen uns, wenn sie zu unserem Team zurückkehrt.

Im weiteren Teil unserer Ausgabe berichten wir über Neues in unserer Firma, was im Jahr 2016 auf uns zu kommt, Veränderungen und Pläne.

Wünschen wir uns alle ein erfolgreiches Jahr 2016 und weiter auf eine gute Zusammenarbeit.

I. Pläne, Aufgaben und Änderungen 2016
  1. Größere Aufgaben erfordern eine bessere Büroorganisation. Die Büroabläufe werden weiter optimiert durch:
    • wöchentliche gemeinsame Arbeitsberatungen, ermöglichen eine verbesserte Vertretung bei Ausfall
    • wir verringern den Postverkehr durch mehr Nutzung der E-Mail und Fax - Verbindung über PC
    • flexible Strukturen und Arbeitsaufteilung im Büro
    • usw.
  2. Ständige Qualifizierung der Mitarbeiter:
    • quartalsmäßige Schulung zur Rechtsprechung, aktuelles zur Verwaltung und Auswertung der Fachliteratur
    • wer an einen Lehrgang teilnimmt, hat diesen zur nächsten Quartalsberatung auszuwerten
  3. Die Verwaltungsbeiräte werden mit Fachliteratur ausgestattet, wo sie sich im Selbststudium über Ihre Rechte, Pflichten und aktueller Rechtsprechung informiert werden
  4. 25 Jahre Großmann Immobilien

Im Sommer ist ein Büroempfang zu diesem Anlass geplant. Wir sind stolz auf erfolgreiche 25 Jahre.

Mit freundlichen Grüßen
Ihre Hausverwaltung

II. Ein paar Informationen zur aktuellen Rechtsprechung
BESCHLUSS ZUR VERSCHLIESSUNG DER HAUSTÜR

LG Frankfurt/Main, Urteil vom 12.05.2015-2-13 S 127/12:

Ein Beschluss, die Hausordnung dahin zu ändern, dass die Haustür des Nachts verschlossen zu halten ist, entspricht nicht ordnungsgemäßer Verwaltung, da die Fluchtmöglichkeiten im Brandfalle hierdurch erheblich eingeschränkt würden.

ANMERKUNG: Diesem Urteil zum Wohnungseigentumsrecht ist uneingeschränkt zuzustimmen. Es hat auch Ausstrahlungswirkung auf Mietverhältnisse.

Haustür

Eine Regelung in der Hausordnung, die Haustür in der Zeit von 22.00 bis 6.00 Uhr verschlossen zu halten, ist ungültig, wenn dadurch im Notfall die Fluchtmöglichkeiten eingeschränkt werden (Landgericht Frankfurt am Main, Az. H3 S 127/12).

DULDUNG DES EINBAUS VON RAUCHWARNMELDERN

BGH, Urteile vom 17.06.2015-VIII ZR 216/14 und VIII ZR 290/14 Der Bundesgerichtshof hat zwei Urteile des Landgerichts Halle bestätigt, in denen es darum ging, dass der Mieter den Einbau von Rauchwarnmeldern durch den Vermieter auch dann zu dulden hat, wenn er die Wohnung zuvor schon selbst mit von ihm ausgewählten Rauchwarnmeldern ausgestattet hat.

Rechtsprechungsänderung zu Flächenabweichungen bei Mieterhöhungen

BGH, Urteil vom 18.11.2015 -VIII ZR 266/14- sinngemäßer Auszug aus der offiziellen Presseerklärung:

Der BGH hat entschieden, dass es Im Mieterhöhungsverfahren nach § 558 BGB nur auf die tatsichliehe Wohnungsgröße ankommt.

§ 558 8GB soll es dem Vermieter ermöglichen, ~ine angemessene, am örtlichen Markt orientierte Miete zu erzielen. Für den Vergleich ist deshalb allein der objektive Wohnwert der zur Mieterhöhung anstehenden Wohnung maßgeblich, während etwaige Vereinbarungen der Mietvertragsparteien über die Wohnungsgröße im Mieterhöhungsverfahren keine Rolle spielen können, denn sonst würden nicht die tatsächlichen, sondern vertraglich fingierte Umstände berücksichtigt.

An seiner früheren Rechtsprechung, dass der Vermieter bzw. Mieter sich an einer im Mietvertrag zu niedrig bzw. zu hoch angegebenen Wohnfläche festhalten lassen muss, wenn die Abweichung nicht mehr als zehn Prozent beträgt, hält der Senat deshalb nicht mehr fest.

ANMERKUNG: Dies gilt allerdings bislang nur für Mieterhöhungen. Bei Flächenabweichungen im Zusammenhang mit Mietminderungen, Betriebskostenabrechnungen etc. gilt (vorerst) weiter die 10%-Rechtsprechung des BGH.